Katzen leben seit etwa 6000 Jahren mit dem Menschen zusammen. Zunächst war die
Gemeinschaft sicher eine reine Zweckgemeinschaft, denn die Katzen hielten die Vorratslager frei von Nagern und reduzierten damit die Verluste für die Menschen. Gleichzeitig hatten sie eine gute Nahrungsquelle entdeckt.
Später wurden die Katzen in einigen Kulturen, wie z.B. im alten Ägypten, hoch verehrt. Die Ägypter glaubten, dass ihre Götter die Gestalt einer Katze annehmen würden, um Weisungen und Weissagungen zu verkünden.
Unsere heutige Hauskatze stammt aus Afrika von der Falbkatze ab.
Ohren: Katzen hören viel höhere Töne als wir, z.B. das hohe Rufen einer Maus oder ihr leises Trippeln. Da sich die Ohrmuscheln unabhängig voneinander ausrichten lassen, kann sie sehr schnell orten, woher das Geräusch kommt.
Nase: Katzen riechen hervorragend. Sie markieren ihr Revier mit Duftmarken, um es abzugrenzen.
Augen: Katzenaugen sind extrem leistungsfähig, besonders in der Dämmerung. Allerdings können sie bei völliger Dunkelheit genauso wenig sehen wie der Mensch. Ihr Blickwinkel ist deutlich größer als beim Menschen.
Pfoten: In den Sohlenballen liegen die Pacinischen Körperchen. Dabei handelt es sich um winzige Druckempfänger, die kleinste Erschütterungen wahrnehmen können.
Das schnellste lebende Säugetier unserer Erde gehört in die Familie der Katzen: der Gepard kann eine Spitzengeschwindigkeit von 100 km/h erreichen. Allerdings nur für kurze Zeit! Hauskatzen schaffen 50 km/h. Dank ihres extrem biegsamen Rückgrates zeichnen sich Katzen durch eine außergewöhnliche Beweglichkeit und atemberaubende Körperbeherrschung aus.
Katzen sind gute Läufer und gute Kletterer – nur abwärts gibt’s Probleme. Es muss von den jungen Katzen erst gelernt werden, dass es wegen der Biegung der Krallen am besten rückwärts geht.
Um sich lautlos anschleichen zu können, sind sie mit weichen Sohlenpolstern ausgerüstet.
- Ab der 4. Woche können Katzen feste Nahrung zu sich nehmen.
- Ab der 10. Woche gibt es keine Milch mehr von der Mutter.
- Ab 8 Wochen können Katzenkinder in ein neues Zuhause gegeben werden. Zum Wohle des Tieres ist ein Lebensalter von 10-12 Wochen vorzuziehen. In diesem Alter ist ein Kätzchen auch hinsichtlich seiner "sozialen Entwicklung" reif genug für eine Trennung von seiner Mutter.
- Zwischen dem 4. und 8. Lebensmonat verdrängt das Dauergebiss die Milchzähne.
- Ab dem 7. Monat werden die Weibchen geschlechtsreif, Kater z.T. auch später.
- Ausgewachsen sind Katzen ab dem 12.-15. Monat, bei manchen Rassen nach auch erst nach drei Jahren.
Katzen werden 15-20 Jahre alt. Erste Altersanzeichen kann es ab dem 8. Lebensjahr geben: Das Ruhe- und
Wärmebedürfnis nimmt zu, Beweglichkeit, Seh- und Hörvermögen nehmen dagegen ab.

Allgemeine Pflege
Katzen verbringen täglich ungefähr zwei Stunden damit, sich zu putzen. Beim Putzen entfernen Sie Fremdkörper und Parasiten, verteilen Fett aus den Talgdrüsen der Haut im Fell und können sich bei hohen Temperaturen auf diese Weise kühlen. Katzen putzen sich aber auch bei Unentschlossenheit.
- Hilfe bei der Fellpflege brauchen nur Langhaar-Katzen. Hier müssen Sie regelmäßig mit Kamm und Bürste arbeiten, damit das Fell nicht verfilzt. Die Kurzhaar-Rassen kümmern sich selbst um die Fellpflege – allerdings lieben es viele Katzen trotzdem sehr, gebürstet zu werden!
- Um lose Haare zu entfernen können Sie mit leicht angefeuchteten Händen in Strichrichtung durch das Fell streichen. Dabei bleiben diese Haare haften. Oder Sie verwenden dafür ein feuchtes Fensterleder. Damit können übrigens auch gut Haare von Polstern entfernt werden.
- Keinesfalls dürfen Sie die Ohren mit Wattestäbchen säubern. Verwenden Sie nur ein weiches Tuch, mit dem Sie vorsichtig das Außenohr säubern. Bräunliche-schwarze und krustenartige Beläge im Ohr sowie häufiges Kratzen am Ohr deuten auf einen Milbenbefall hin. Suchen Sie dann den Tierarzt auf.
- Katzen, die nur Weichfutter bekommen, sind anfällig für Zahnstein. Bei starkem Belag sollten Sie ihn vom Tierarzt entfernen lassen, damit es keine Entzündungen gibt.
- Säubern Sie die Augenumgebung mit einem Wattebausch, der mit lauwarmem Wasser angefeuchtet wurde. Bei Ausfluss sollten Sie den Tierarzt aufsuchen.
- Krallen brauchen Sie nur bei Bedarf kürzen. Meist ist das nur bei reinen Wohnungskatzen
- notwendig. Sind die Krallen überlang, sollten Sie sie mit spezieller Krallenschere kürzen. Lassen Sie es sich von Ihrem Tierarzt zeigen wie es geht.
- Lassen Sie Ihre Katze mindestens einmal jährlich vom Tierarzt untersuchen und regelmäßig impfen.
Tipps für das Baden
Das Baden akzeptieren meist nur Katzen, die von klein an daran gewöhnt sind. Es kann notwendig sein bei starker Verschmutzung, Haut- und Fellerkrankungen sowie bei Kontakt mit Gift.
Lassen Sie handwarmes Wasser ca. 10 cm hoch in eine Wanne mit rutschfester Unterlage einlaufen. Feuchten Sie das Fell an, massieren Sie das Shampoo ein und spülen Sie es gründlich ab. Das Gesicht sollten Sie nur mit einem feuchten Tuch säubern. Reiben Sie die Katze mit einem Handtuch trocken – verwenden Sie keinen Fön! Und lassen Sie sie erst ins Freie, wenn Haut und Fell völlig trocken sind.


